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ZMK Ziegel für Wärmeschutz und Schallschutz

Der richtige Putz für eine perfekte Fassade

putz_100Der richtige Putz für eine perfekte Fassade
Neun Jahre nach Markteinführung des KELLERER ZMK zeigen die Fassaden bei empfohlenem Putz keinerlei Putzrisse. KELLERER ZMK und Faserleichtputz ergeben eine Top-Fassade für viele Jahre.

Gesetzliche Vorschriften an die Heizenergieeinsparung und die Notwendigkeit von zeit- und kostensparenden Rationalisierungen der Baustellen führten zu  leichteren Wandbaustoffen mit wärmedämmenden Eigenschaften, zu größeren Steinformaten und Planelementen, zum Verzicht auf eine Stoßfugenvermörtelung und zu einer Verkürzung der Bauzeit.

Die Trockenmörtelhersteller folgten dem Trend zu immer leichteren, wärmedämmenden Wandbaustoffen mit der Entwicklung von Leichtputzen mit Trockenrohdichten von 700-1300 kg/m3. Im Folgenden werden wir uns mit mineralischem Putzmörtel, mit der Auswahl von Putzsystemen, mit den Leichtputzen Typ I und Typ II, mit Edelputzen und den typischen Kennwerten von Außenputzen beschäftigen.

Mineralische Putzmörtel auf Basis natürlicher Rohstoffe
Hauptbestandteile dieser nach DIN EN 998-1 hergestellten Putzmörtel sind Gesteinskörnungen und Füllstoffe aus Quarzsand und/oder Kalkstein, welche in DIN EN 13139 genormt sind. Leichtputze enthalten natürliche oder industriell hergestellte leichte Gesteinskörnungen nach DIN EN 13055 bzw. expandiertes Polystyrol (EPS). Als Bindemittel dienen vor allem Baukalke nach DIN EN 459 und Zemente nach DIN EN 197. 

gruppen_300Die DIN V 18550 enthält die handwerklichen Ausführungsregeln und die anerkannten Regeln für das Verputzen. Diese teilt die Putze entsprechend der enthaltenen Bindemittel in Putzmörtelgruppen ein.

Mineralische Putze sind lösemittelfrei und nicht brennbar. Die Bindemittelbasis Kalk bzw. Kalkzement ergibt ein feinporiges, diffusionsoffenes Gefüge und sorgt für einen optimalen Feuchtehaushalt. Die Putze nehmen zwar Wasser auf, sie trocknen aber schnell wieder, es bleiben keine Wassertropfen an der Oberfläche haften. Dadurch kann auch auf den Einsatz von Algiziden und Fungiziden verzichtet werden. 

Mit kalk- und zementhaltigem Putzmörtel können optisch ansprechende Fassaden mit einer hohen Dauerfestigkeit hergestellt werden. Mineralische Putzmörtel gibt es in verschiedenen Festigkeitsklassen und Rohdichten. In der DIN EN 998-1 sind die Anforderungen für die Prismendruckfestigkeit gestaffelt und erlauben eine anwendungsgerechte Einstufung der Produkte. Weitere Anforderungen für Putzmörtel auf Außenbauteilen bestehen für kapillare Wasseraufnahme, Haftzugfestigkeit und für den µ-Wert (Wasserdampfdiffusionswiderstand).

anforderung_300Die kapillare Wasseraufnahme c nach DIN EN 998-1 (siehe Tabelle B) wird in einem speziellen Verfahren ermittelt und in kg/(m2 • min0,5) angegeben. 

Diese Werte sind nicht mit dem Wasseraufnahmekoeffizienten w zu vergleichen, der nach der in Deutschland anzuwendenden DIN V 18550, Anhang A bestimmt und mit der Einheit kg/(m2 • h0,5) angegeben wird.

 

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Auswahl von Putzsystemen
Der Aufbau des Putzsystems richtet sich nach den Anforderungen an die Putzeigenschaften und nach der Beschaffenheit des Untergrundes. Als Putzsystem bezeichnet man die Lagen des Putzes, die in ihrer Gesamtheit und in Wechselwirkung mit dem Putzgrund die Anforderungen an den Putz erfüllen. 

Eine Putzlage wird in einem Arbeitsgang in mehreren Schichten des gleichen Mörtels nass in nass hergestellt. Untere Lagen nennt man Unterputz, die oberste Lage Oberputz. Die verschiedenen Putzlagen sollen so aufeinander abgestimmt sein, daß die z.B. durch Schwinden oder Temperaturdehnungen auftretenden Spannungen ausgeglichen werden können. 

kennwerteDiese Forderung kann bei Putzen mit mineralischen Bindemitteln dann als erfüllt angesehen werden, wenn die Festigkeit des Oberputzes geringer ist als die Festigkeit des Unterputzes, wenn beide Putzlagen gleich fest sind oder wenn ein speziell vergüteter Armierungsschutz mit Gewebeeinlage in geeigneter Schichtdicke verwendet wird. Weitere wichtige Voraussetzungen für eine dauerhafte, optisch einwandfreie Putzoberfläche sind erfüllt, wenn der Putzmörtel einen guten Haftverbund zum Untergrund aufweist, bei Außenputzen die kapillare Wasseraufnahme begrenzt ist und aufgenommene Feuchtigkeit wieder austrocknen kann. Bewährte Putzsysteme sind in DIN V 18550 beschrieben.

Leichtputzsysteme
Abhängig von der Wärmeleitfähigkeit und der Trockenrohdichte der Wandbaustoffe bieten die Hersteller als Unterputz verschiedene Leichtputze an. Grundsätzlich müssen Leichtputzsysteme wasserabweisend sein.

Leichtputz Typ I
Nach DIN EN 998-1 ist ein Leichtputzmörtel ein Putzmörtel mit einer Trockenrohdichte (Prisma) von 1000-1300 kg/m3. Leichtputze sind aufgrund ihrer geringen Rohdichte, der begrenzten Festigkeit (Festigkeitsklasse CS I) und ihrer günstigen Schwindwerte für das Verputzen wärmedämmender Wandbaustoffe mit Lambda Ziegel   0,14 W/(m2K) geeignet. Für das Verputzen von wärmedämmenden Wandbaustoffen haben sich Leichtputze vom Typ I bewährt.

Leichtputz Typ II
Nach DIN EN 998-1 ist ein Leichtputzmörtel ein Putzmörtel mit einer Trockenrohdichte (Prisma) von 600-1200 kg/m3. Leichtputze sind aufgrund ihrer geringen Rohdichte, der begrenzten Festigkeit (Festigkeitsklasse CS II) und ihrer günstigen Schwindwerte für das Verputzen wärmedämmender Wandbaustoffe mit Lambda Ziegel < 0,14 W/(m2K) geeignet. Leichtputze Typ II sind z.B. durch die Zugabe von Fasern hinsichtlich Elastizität und Schwindverformung optimiert. Für das Verputzen von hochwärmedämmenden Wandbaustoffen haben sich Leichtputze vom Typ II bewährt.

Allgemein
Es empfiehlt sich, Putzsysteme eines Herstellers zu verwenden, hier sind die Eigenschaften des Unter- und Oberputzes optimal aufeinander abgestimmt.

Leichtputzsysteme aus Unterputz,  Armierungsputz und Oberputz
Bei besonderer Beanspruchung des Putzsystems, z.B. extreme Lage der Fassade (Exposition), bei erhöhter Feuchtebelastung oder erheblichen Unregelmäßigkeiten aus dem Untergrund, wird das Aufbringen eines Armierungsputzes mit vollflächiger Gewebeeinlage auf den Unterputz empfohlen.

Edelputze
Für die Oberflächengestaltung werden als Oberputze mineralische Edelputze verwendet. Farbige Edelputze enthalten neben der ausgewählten Struktur UV-beständige, mineralische Farbpigmente. Es gibt dünn- und dickschichtige Edelputze. Dünnschichtige Edelputze sind in Korndicke aufgetragene und geriebene Putzmörtel wie Rillenputz, Reibeputz, Scheibenputz usw. Die Schichtstärke ergibt sich aus der Korngröße des Strukturkorns, meist 2mm bis 5mm. Dickschichtige Edelputze sind Putzmörtel, deren Schichtgröße dicker als die maximale Korngröße ist, wie z.B. Kratzputze, Modellierputze, gefilzte Putze und andere.

trockenrohdichte_300Typische Kennwerte von Außenputz
In Tabelle D sind die typischen Kennwerte für marktgängige Außenputze zusammengefasst. Die unterschiedlichen Putze lassen sich entsprechend ihrer Trockenrohdichte in Bereiche wie in Tab. E dargestellt einordnen.

Zusammenfassung:
Nach Angaben der Putzhersteller und deren Merkblätter werden Außenwandtypen diese Putztypen zugeordnet:

Ziegel Lambda ≥ 0,14 W/(mK) = Leichtputz Typ I
Ziegel Lambda < 0,14 W/(mK) = Leichtputz Typ II 


Die harmonische Verbindung: ZMK + Faserleichtputz
Wir empfehlen für unsere hochwärmedämmende Außenwände einen Faserleichtputz aus folgenden Gründen: Putze mit niedriger Rohdichte weisen einen niedrigen Wärmeausdehnungskoeffizienten (WAK) auf. Daraus resultieren bei Temperaturschwankungen nur geringe Volumenveränderungen. Dies wiederum führt zu einer deutlich geringeren Spannung zwischen Putz und Ziegelmauerwerk. Zwischen dem Ziegelmauerwerk und dem Putzsystem darf kein Kräftemessen enstehen.  

Neun Jahre nach Markteinführung des ZMK zeigen die Fassaden bei empfohlenem Putz keinerlei Putzrisse.

Dieser Text enthält Auszüge aus den Leitlinien für das Verputzen von Mauerwerk und Beton vom Industrieverband WerkMörtel e.V. Dieser Bericht ist nicht als verbindliche Verarbeitungsrichtlinie zu verstehen, sondern soll nur Entwicklung und Funktionsweise der mineralischen Putzmörtel aufzeigen.  Die Richtlinien, Stand der Technik, DIN-Vorschriften und Merkblätter der Putzindustrie sind einzuhalten. 

 

FFB-Schau Olching

Auf der FFB-Schau in Olching vom 10. bis 14. Oktober 2012 stellen wir unser gesamtes ZMK-Ziegelsystem vor. Ein Besuch auf dieser interessanten Messe und auf unserem Messestand lohnt sich.


Energietage FFB

Am 29. und 30. September 2012 finden die Energietage Fürstenfeldbruck statt. Wir sind als Aussteller mit dabei und freuen uns auf Ihren Besuch.


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