ZMK Ziegel für Wärmeschutz und Schallschutz
Zweischaliges ZMK Mauerwerk
Mehrfamilienhausbau: Zweischaliges ZMK-Mauerwerk für Top-Werte in Wärme- und Schallschutz.
Im Frühjahr 2009 trat ein Kunde an die Ziegelwerke KELLERER mit einer Idee für ein Mehrfamilienhaus im Passivhausstandard heran, die in ihrer Art absolutes Neuland darstellte: Ein Gebäude mit einer zweischaligen Außenwand für beste Werte.
Grundvoraussetzung für die Umsetzung war eine rein monolithische Bauweise mit höchster Schalldämmung und bestem Wärmeschutz, die Instandhaltungskosten sollten auf Dauer so niedrig wie möglich gehalten werden.
Zur Diskussion stand ein zweischaliges Mauerwerk mit dem KELLERER ZMK8 und ZMK12, das alle geforderten Kriterien erfüllen konnte. Für die tragende Schallschutzwand innen kam der ZMK12 d = 30 cm, für die Außenschale ZMK8 d = 30 cm zum Einsatz. In gemeinsamen Überlegungen wurden verschiedene Detaile für die Fußpunkte, die Fensteranschläge und die Rückverankerung erarbeitet und erfolgreich umgesetzt. Und so wurde der zweischalige Aufbau umgesetzt:
Die Außenschale wurde mit dem KELLERER ZMK8 in der Stärke von 30 cm ausgeführt. Damit wird eine ideale, rein keramische Wärmedämmung erzielt. Der ZMK8 gilt auch als optimaler Putzträger mit einer hohen Reißsicherheit und gewährleistet außerdem geringe Instandhaltungskosten für Generationen.
Als Zwischenschicht für das Trennen der Bauteile und zum Ausgleich von Unregelmäßigkeiten wurde eine 5 cm dicke Schicht Mineralfasermatte eingelegt.Die Innenschale ist mit dem KELLERER ZMK12 ausgebildet. Durch sein hohes Schalldämm-Maß von 48 dB und einer Wärmeleitzahl 0,12 W/(mK) ist hier ein hoher Schallschutz gewährleistet und er trägt noch zusätzlich zu einer höheren Wärmedämmung bei. Die kompletten Lasten des Gebäudes werden auf der Innenschale getragen.
Schichtaufbau:
Kalkgipsputz 1,5 cm
ZMK12 d = 30 cm
Mineralfaser 5 cm
ZMK8 d = 30 cm
Faserleichtputz 2 cm
Gesamt 68,5 cm
U-Wert = 0,12 W/(m2K)

Anschluß KG-Decke an Ziegelwand
Die Außenschale ZMK8 wird mit 12 cm über den Dämmstoff gestellt, um noch eine ausreichende Auflagebreite zu haben. Die Kellerdecke springt in einem Versatz nach außen und so wird unterhalb der Decke die Dämmung auf 20 cm verstärkt. Die Betonwand ist als WU-Beton in der Dicke von 30 cm ausgebildet. Die Wärmebrücke und der Übergang von Keller zu Außenwand-EG ist wärmebrückenfrei ausgebildet.
Außenschale zu Innenschale
Da die freistehende wärmedämmende Außenschale nur durch Eigenlast, Winddruck und Windsog belastet wird, muss diese punktuell nach statischer Berechnung mit einem ISO-Korb rückverankert werden.
Wohnsystemwand an Außenwand
Die Wohnsystemwand durchstößt die Innenschale ZMK12 und endet bei der MF-Matte. Die Ziegel der Innenschale werden mit Mörtelkraft schlüssig mit der 24er PV-Wand verbunden. Somit ist eine ideale Schalldämmung gewährleistet (siehe Prüfung 57 dB, erhöhter Schallschutz nach DIN 4109 Beiblatt 2 = 55 dB). Dieser geforderte Wert wurde hier sogar um weitere 2 dB übertroffen.
Weitere Einzelheiten und ein kurzes Interview mit dem Bauherren können Sie in unserer Hauszeitschrift DAS RICHTFEST Ausgabe 6 lesen, das Sie hier downloaden können. DOWNLOAD















